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Im Niddertal
Während heute alle bedeutenden Fernverbindungen den Vogelsberg umgehen, hat diese Verkehrsferne früher keinesfalls bestanden. Gerade im Mittelalter war das Gebirge Durchgangsland vieler bedeutender Fernstraßen. Man nutzte die Hänge der leicht ansteigenden Täler und umging so die meist versumpften Flussniederungen. Die beiden Niddastraßen, die Hohe Straße und die Antsanvia zogen über den Vogelsberg. Erhebliche Bedeutung hatten aber auch die beiden auf den Randhöhen des Niddertales verlaufenden Nidderstraßen, die bereits zur Zeit der Kelten den Rhein-Main-Raum mit dem Saalegebiet in Thüringen verbanden. Auf der rechten von ihnen wurde der Leichnam des heiligen Bonifatius von Mainz nach Fulda überführt.

Bild: Blick ins Niddertal.
Die Nidder ist ein kleiner Flusslauf, dessen Quellbäche oberhalb von Sichenhausen im Hohen Vogelsberg entspringen. Das anfangs schmale Tal wird nur allmählich weiter und ist auch noch südlich von Burkhards als Einschnitt erkennbar. Erst zur Macellinuskapelle hin läuft es in eine flache Mulde aus.

Bild: Schwarzerlen am Bachlauf.
Die Quellen der Nidder entspringen im Oberwald, dem ausgedehnten Waldgebiet des Hohen Vogelsbergs. Bald aber durchfließen die kleinen Bäche eine Wiesen-Hecken-Landschaft, bevor weiter unten auch Feldwirtschaft betrieben wird. Der Bachlauf selbst aber wird weiterhin von Wiesen eingegrenzt. An den Ufern wachsen die typischen Weichhölzer - meist Weiden und Schwarzerlen.

Bild: Quirliges Nidderwasser.
Der Flusslauf kann im oberen Niddertal - mit Ausnahme der Ortslagen - als naturbelassen angesehen werden. In den Orten überspannen kleine Brücken den Bach, oft aus Basaltsteinen erstellte Bogenbrücken, die in historischen Zeiten erbaut wurden.
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